
Ostara – Das Fest des Aufbruchs
Frühlingstagundnachtgleiche · Gleichgewicht · Lebenskraft · Neubeginn
Etwas verändert sich spürbar. Die Tage werden heller, die Erde wärmer und überall beginnt sich neues Leben zu zeigen. Knospen öffnen sich, erste Pflanzen strecken sich dem Licht entgegen und die Natur erwacht aus ihrer winterlichen Ruhe.
Zur Frühlingstagundnachtgleiche begegnen sich Tag und Nacht für einen kurzen Moment im Gleichgewicht. Licht und Dunkel stehen einander gleichwertig gegenüber – bevor das Licht die Führung übernimmt und die Tage wieder länger werden als die Nächte.
Ostara ist das Fest dieses Übergangs.
Nach der stilleren Zeit des Winters richtet sich die Kraft wieder nach aussen. Was bei Imbolc vielleicht erst als leise Ahnung oder Wunsch in uns entstanden ist, darf nun beginnen, sich zu zeigen.
Ostara lädt uns ein, wahrzunehmen:
Was möchte in mir lebendig werden?
Wofür möchte ich meine Kraft einsetzen?
Und welcher erste Schritt möchte jetzt getan werden?
Wenn das Leben wieder nach aussen drängt
Im Frühling können wir unmittelbar erleben, wie kraftvoll Neubeginn sein kann. Was lange verborgen unter der Erde lag, durchbricht die Oberfläche. Überall entsteht Bewegung.
Auch in unserem Leben gibt es solche Zeiten.
Vielleicht spüren wir plötzlich wieder mehr Energie. Eine Entscheidung wird klarer. Eine Idee möchte umgesetzt werden. Etwas, das lange geruht hat, drängt nach Ausdruck.
Ostara erinnert uns daran, dass Wachstum nicht nur eine innere Bewegung bleibt. Irgendwann kommt der Moment, an dem wir uns zeigen, handeln und dem, was in uns gewachsen ist, einen Platz in unserem Leben geben dürfen.
Was im Verborgenen gereift ist,
darf sichtbar werden.
Zwischen Licht und Dunkel
Die Tagundnachtgleiche erzählt gleichzeitig von Balance.
Für einen kurzen Moment sind Licht und Dunkel im Gleichgewicht. Keines muss das andere verdrängen. Beide gehören zum Kreislauf des Lebens.
Vielleicht lädt uns Ostara deshalb nicht nur zum Aufbruch ein, sondern auch dazu, unsere eigene Balance wahrzunehmen.
Wo braucht es Bewegung – und wo noch Ruhe?
Was möchte wachsen – und was darf zurückbleiben?
Wo braucht es Mut – und wo Geduld?
Gleichgewicht bedeutet nicht, dass alles immer ausgewogen sein muss. Es kann vielmehr bedeuten, wahrzunehmen, was im jeweiligen Moment gebraucht wird.
Die Zeichen des neuen Lebens
Viele Symbole, die wir heute mit dem Frühling und auch mit Ostern verbinden, erzählen von Fruchtbarkeit und Neubeginn.
Das Ei trägt neues Leben noch verborgen in sich. Der Hase steht für Lebenskraft und Fruchtbarkeit. Und das frische Grün, das nach den Farben des Winters wieder überall erscheint, macht sichtbar: Ein neuer Zyklus hat begonnen.
Auch Bräuche wie das Schmücken mit Zweigen und Blumen, das Reinigen des Hauses oder das bewusste Hinausgehen in die erwachende Natur greifen diese Bewegung auf: Das Alte darf weichen und das Neue willkommen geheissen werden.
Dem eigenen Aufbruch vertrauen
Im Ritual nehmen wir uns Zeit für diesen besonderen Moment im Jahreskreis.
Wir verbinden uns mit der erwachenden Natur, mit unserer eigenen Lebenskraft und mit dem, was in unserem Leben wachsen möchte.
Vielleicht braucht es noch keinen grossen Plan. Vielleicht genügt eine klare Absicht. Eine Entscheidung. Einen ersten Schritt.
Denn auch die Natur beginnt den Frühling nicht auf einmal.
Sie öffnet Knospe für Knospe.
Ostara erinnert uns daran, unserer eigenen Lebenskraft zu vertrauen – und dem, was durch uns ins Leben kommen möchte, Raum zu geben.
Möchtest du dabei sein?
Wenn dich dieses Ritual anspricht, freue ich mich, dich im Kreis der Frauen willkommen zu heissen. Über das folgende Formular kannst du dich direkt anmelden.



