Jahreskreisfeste – Ritualfeiern für Frauen
Im Rhythmus der Natur. Im Kreis der Frauen.
Die Natur erinnert uns daran, dass alles seine Zeit hat. Es gibt Zeiten des Aufbruchs und des Wachsens, Zeiten der Fülle und der Ernte – und Zeiten des Loslassens, der Stille und des Rückzugs. Auch unser Leben bewegt sich in solchen Rhythmen.

Die acht Jahreskreisfeste laden uns ein, diese natürlichen Übergänge bewusst wahrzunehmen und zu feiern. Im Kreis von Frauen kommen wir zusammen, halten inne und verbinden uns mit der jeweiligen Qualität der Jahreszeit – und mit dem, was sie in unserem eigenen Leben berührt.
Mit Ritualen, Meditationen, Feuer, Natur und gemeinsamem Erleben schaffen wir einen Raum, in dem du dir selbst begegnen kannst. Du darfst wahrnehmen, was gerade ist, würdigen, was gewesen ist, und dich öffnen für das, was entstehen möchte.
So wird der Jahreskreis auch zu einer Reise durch den eigenen inneren Wandel.
Die acht Feste im Jahreskreis
Seit alter Zeit orientieren sich Menschen am Lauf der Sonne, am Wandel des Mondes und an den Rhythmen der Natur. Der Jahreskreis gliedert das Jahr in acht Stationen.
Vier Feste sind mit dem Lauf der Sonne verbunden: die Winter- und Sommersonnenwende sowie die Tagundnachtgleichen im Frühling und Herbst. Dazwischen liegen vier weitere Feste, die den Wandel der Jahreszeiten begleiten.
Gemeinsam erzählen sie vom immerwährenden Kreislauf des Lebens: vom Erwachen und Wachsen, von Fülle und Reife, von Ernte und Loslassen, von Rückzug, Stille und Neubeginn.
Was wir draussen in der Natur erleben, begegnet uns auch in unserem eigenen Leben.

Imbolc
Lichtmess
Zeit der Reinigung, Segnung und Neuorientierung: Das Licht erwacht, die junge Mondsichel wächst, neue Lebenskräfte steigen auf – und das, was werden will, beginnt Gestalt anzunehmen.

Ostara
Frühlingstagund-nachtgleiche
Ein Fest der Hoffnung, Lebensfreude und Zeit zum Aufbruch. Die Natur erwacht, Kräfte kehren zurück, Sinne öffnen sich – und das Lebendig-Sein wird nach der Winterstarre wieder spürbar.

Beltane
Walpurgisnacht
Gefeiert werden Fruchtbarkeit, Lebenslust, Sinnlichkeit und Schöpfungskraft. Jetzt ist die Zeit, Visionen und Ideen lebendig werden zu lassen und sie kraftvoll ins Leben zu tanzen.

Litha
Sommersonnen-wende
In dieser Zeit erreicht das Licht seinen Höhepunkt: Fülle und Lebenskraft werden gefeiert. Zugleich beginnt an diesem Wendepunkt schon das langsame Schwinden des Lichts.

Lammas
Schnitterinnenfest
Erstes Erntefest: Schneiden und Entscheiden, Leben und Tod. Um zu ernten, muss begrenzt werden. Das Fest lädt ein zu prüfen, was wir annehmen und was wir klar trennen müssen im Kreislauf des Lebens.

Mabon
Herbsttagund-nachtgleiche
Gleichgewicht von Tag und Nacht: Wir feiern Ernte und Dankbarkeit. Was wir im Frühling säten, nährt uns jetzt. Ein Fest des Gebens und Nehmens im Kreislauf von Licht und Dunkelheit.

Samhain
Halloween
Fest der Ahn:innen, der Stille und Vergänglichkeit: Wir ehren unsere Wurzeln, danken und würdigen ihr Licht. In Liebe lösen wir Altes und schöpfen aus der Dunkelheit Kraft und Zuversicht für den Winter.

Yul
Wintersonnen-wende
Es ist die längste Nacht und die Wiedergeburt des Lichts. Der Wendepunkt, der Visionen und Neubeginn bringt. Zeit des Loslassens, um Raum für Neues zu schaffen und die eigene innere Kraft zu erneuern.
Was Frauen im Jahreskreis erleben
Die Jahreskreisfeste unterstützen mich auf meinem Weg zu mir selber. Die Rituale und Meditationen helfen mir immer wieder, mich zu hinterfragen, mir zu vertrauen und mehr und mehr an mich zu glauben. Die unterstützende Gemeinschaft der Frauen wirkt belebend und ist fröhlich. Das Teilen und der Austausch unserer Erlebnisse an diesen Abenden, das ruhige Zuhören und das Mitfühlen bedeuten auch mir viel.
In der Natur, im Wald, am Wasser und mit dem Feuer finde ich Ruhe, Entspannung und Gelassenheit.
Ich freue mich jedes Mal und bin dankbar, dass ich dabei sein darf und gut geleitet werde.
M.W.
Die Rituale mit Pamela sind innige Momente, um in der Natur beim Feuer Inne zu halten und mich meinen seelischen und spirituellen Anteilen zu widmen. Mein inneren Wachstum wird durch das Aussprechen von Wünschen und Sorgen , da die anderen Frauen Zeuginnen meines Schmerzens und meiner Absichten sind. Wir werden durch die Bäumen geschützt, der Mutter Erde gehalten, den Sternen, dem Mond und der Sonne inspiriert. Ich konnte so bereits unzählige Geschenke empfangen.
B. G.
Die Weisheit alter Kulturen
Auf dieser Erkenntnis basierend feierten bereits die matriarchal geprägten Kulturen des frühen Europas – darunter Kelten und Germanen – ihre Jahreskreisfeste. Diese Feste spiegeln das tiefe menschliche Bedürfnis wider, im Einklang mit den Rhythmen der Natur zu leben. Zugleich lassen sich in diesen äusseren Zyklen auch unsere inneren, oft unbewussten Prozesse erkennen.
Indem wir beginnen, die Jahreskreisfeste bewusst zu feiern und zu würdigen, öffnen wir uns unserer schöpferischen Kraft – getragen von Dankbarkeit und einer lebendigen Verbundenheit mit der Natur, frei von dogmatischen Vorgaben. Auf diese Weise finden wir zurück in Einklang mit uns selbst und unserer Umwelt.
Rituale als Zugang zur inneren Welt
Als Naturrituale entfalten die Jahreskreisfeste ihre Wirkung über Symbole und einfache, achtsame Handlungen, die tief in unsere seelischen Ebenen hineinreichen und dort heilsame Prozesse anstossen können. Sie eröffnen uns einen Zugang zu inneren Bildern und Gefühlen, die im Alltag oft verborgen bleiben.
Wenn wir uns auf diesen Erfahrungsweg einlassen, kann daraus eine tiefgehende spirituelle Praxis entstehen. Sie unterstützt uns dabei, uns dem Fluss des Lebens anzuvertrauen, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen und unseren ganz persönlichen Weg zu gehen. So wächst eine bewusste Verbindung zur Kraft der Erde und zu den natürlichen Rhythmen, die uns umgeben. Auf diese Weise finden wir zurück zu einer naturnahen Lebensweise, die uns wieder in den grossen Kreislauf allen Lebens auf der Erde einbindet.
Vergessenes Wissen und lebendige Tradition
Unsere Vorfahren kannten die Kraft und Bedeutung von Zeremonien. Indem sie die einzelnen Phasen des Jahres bewusst feierten, nahmen sie die unterschiedlichen Energien und Zyklen auch in ihrem eigenen Leben wahr. Viele unserer heutigen Feste haben ihren Ursprung in diesen alten Jahreskreisfesten, deren ursprüngliche Bräuche und Bedeutungen im Zuge der Christianisierung jedoch zunehmend in Vergessenheit gerieten.
Der heute weit verbreitete, patriarchal geprägte Kalender vermittelt ein lineares Zeitverständnis, obwohl die Natur in klaren Zyklen verläuft: Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter – säen, wachsen, ernten, ruhen. Auch im menschlichen Leben spiegeln sich diese Rhythmen wider: Geburt, Entwicklung, Reife und Tod. Der weibliche Zyklus wiederum steht in Verbindung mit den Mondphasen, die ihrerseits Einfluss auf natürliche Prozesse wie Ebbe und Flut haben.In Europa existierten sowohl in vorchristlicher als auch in christlicher Zeit zwei unterschiedliche Zeitordnungen nebeneinander: der julianische Sonnenkalender der Kirche und ein an Mond- und Lebenszyklen orientierter Kalender der bäuerlichen Bevölkerung.
Rhythmus von Ruhe und Übergang
Zugleich finden sich in verschiedenen Traditionen Hinweise auf wiederkehrende Ruhe- und Übergangsphasen, wie etwa der siebte Tag als Zeit der Ruhe. Die Zahl Acht steht symbolisch für Ausgleich und Unendlichkeit. Entsprechend gliedern die Jahreskreisfeste das Jahr in acht Abschnitte, die sich gegenseitig ergänzen und in einem fortwährenden Kreislauf immer wiederkehren.
Die Polarität der Jahreskreisfeste
Jedes Jahreskreisfest steht in Beziehung zu seinem Gegenüber und ergänzt dieses auf sinnvolle Weise:
Eine besondere Zeit schliesst sich an die Weihnachtstage an – eine Schwellenphase, die bereits unsere Vorfahrinnen und Vorfahren bewusst nutzten:
Die Rauhnächte (25. Dezember bis 5. Januar) gelten als „Zeit zwischen den Zeiten“. In diesen zwölf heiligen Nächten, so die Überlieferung, ist die Grenze zur Anderswelt durchlässiger als sonst. Traditionell wurden am 6. Januar die Häuser gereinigt und durch Räucherungen von den Energien des vergangenen Jahres befreit. Anschliessend schützte man sie, indem man Zeichen und Segenssymbole an den Eingängen anbrachte.
Rituale als Verbindung von Aussen und Innen
Unsere Vorfahrinnen und Vorfahren lebten viel unmittelbarer mit den Rhythmen der Natur. Übergänge im Jahreslauf wurden bewusst wahrgenommen und mit Festen und Ritualen gewürdigt.
Auch heute können uns diese alten Rhythmen daran erinnern, dass Leben nicht geradlinig verläuft. Auf Werden folgt Vergehen, auf Aktivität Ruhe, auf Fülle Rückzug – und aus der Stille entsteht wieder Neues.
In den Jahreskreisritualen verbinden wir diese äusseren Bewegungen der Natur mit unserem eigenen Erleben. Symbole, Feuer, Meditation, achtsame Handlungen und das gemeinsame Feiern können uns dabei unterstützen, Zugang zu inneren Bildern, Gefühlen und eigenen Lebensthemen zu finden. Dabei geht es nicht darum, etwas Bestimmtes erreichen zu müssen. Vielmehr entsteht ein Raum, in dem wir innehalten, wahrnehmen und dem begegnen können, was sich gerade zeigt
Eine lebendige spirituelle Praxis
Für mich sind die Jahreskreisfeste keine starren Traditionen und an keine religiösen Vorgaben gebunden. Sie sind eine lebendige Möglichkeit, uns wieder bewusster mit der Erde, der Natur und unseren eigenen Rhythmen zu verbinden.
Wenn wir immer wieder innehalten, wahrnehmen und würdigen, was gerade ist, kann daraus mit der Zeit etwas sehr Einfaches und zugleich Tiefes entstehen: mehr Vertrauen in den eigenen Weg und das Gefühl, Teil eines grösseren Kreislaufs zu sein.
So begleiten uns die Jahreskreisfeste nicht nur durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Sie können uns auch daran erinnern, unserem eigenen Rhythmus wieder mehr zu vertrauen.

Die Jahreskreisfeste mit Pamela bedeuten mir sehr viel. Im Kreis der Frauen erfahre ich immer wieder, dass ich die Themen, die sich zeigen, ansprechen darf – und dass ich so sein kann, wie ich bin. In dieser Gemeinschaft fühle ich mich getragen – von der Erde, von den Frauen, von der Natur. Besonders nährend ist für mich das Sein in der Natur. Das zyklische Leben im Jahreskreis hilft mir, meine eigene Natur zu finden – und zu spüren, dass auch ich zyklisch bin. Durch die Jahreskreisfeste durfte ich mich selbst kennenlernen, verstehen, wie ich funktioniere, und erleben, wie sich eine tiefe Verwurzelung in mir bildet. Diese Verwurzelung begleitet mich auch nach den Festen weiter durch meinen Alltag. Sie schenkt mir Orientierung, Ruhe und ein Gefühl von Zugehörigkeit – zu mir selbst, zu den Menschen, zur Erde und zu dem grossen Rhythmus, der uns alle trägt.
Edith

Erstgespräch
Wir lernen uns gegenseitig kennen. Was sind deine Motive und Absichten? Gleichzeitig erhältst du einen Einblick in meine Arbeitsweise. Das Erstgespräch ist unverbindlich. Du nimmst dir danach so viel Bedenkzeit, wie du brauchst, um für dich zu klären, ob und in welchem Rahmen eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.
